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Im Jahre 1862 haben einige beherzte Männer die Feuerwehr Nagel ins Leben gerufen. Es kristallisierten sich drei Löschgruppen heraus und zwar in Reichenbach, Mühlbühl und in Nagel. 1863 konnte durch Spenden von Bürgern die erste Handdruckspritze für die Gruppe in Reichenbach erworben werden. Im Jahre 1876 folgte eine Spritze für Mühlbühl und 1884 eine für Nagel. Leider gingen aus der Anfangszeit sämtliche Unterlagen verloren, so dass lediglich festgestellt werden kann, dass Isidor Dietel aus Ölbühl von 1872 bis 1883 und Josef Brunner aus Nagel von 1884 bis 1900 Feuerwehrhauptmänner waren. Aus dieser Zeit ist auch der erste Einsatz der Nagler Wehr bekannt. Es handelt sich um den Grossbrand in der Gemeinde Ebnath, welchem dreiviertel aller Häuser zum Opfer fielen. Die Kirche konnte durch den Einsatz der Nagler Wehr erhalten werden. Der Brand wurde damals von einem Jungen gelegt, der in den Flammen umkam.
Im Jahre 1902 wurde Heinrich Pöllmann aus Nagel Feuerwehrhauptmann, er wurde 1919 von Michael Scharf abgelöst. Scharf hatte dieses Amt 22 Jahre inne. Aus dieser Zeit sind insbesondere der Grossbrand in Lochbühl im Jahre 1908 und der Ausbrand der Windmühle am Wachtberg im Jahre 1922 in Erinnerung. 1929 war die Wehr zum Löschen des Grossbrandes der Firma Schiettinger in Brand und 1931 bei dem Wohnhausbrand von Hans Schindler in Brand im Einsatz. Von 1923 bis 1935 war Franz Pöllath aus Nagel Hauptmann. 1936 übernahm dann Josef Pöllmann, Nagel, diese Amt, welches er bis 1942 innehatte. 1929 wurde die erste Motorspritze der Marke „Breuer“ für die Gruppe in Nagel angeschafft. Untergebracht war die Spritze im Feuerwehrhäuschen neben dem Saal der Metzgerei Kneidl; beides ist heute nicht mehr vorhanden. Die Spritze aber, ebenso wie die Handdruckspritze aus Reichenbach ist heute noch im Besitz der Wehr.
1943 wurden die drei Gruppen zur gemeinsamen Feuerwehr Nagel zusammengelegt. Die drei Gerätehäuser blieben aber noch bis 1966 erhalten. Kommandant war damals Andreas Kern aus Mühlbühl. Nach seiner Einberufung zum Kriegsdienst wurde Hans König aus Nagel Kommandant und blieb es bis zum Kriegsende. Nach einer Zeit des Stillstandes wurde 1947 die Wehr neu formiert. Als Kommandant fungierte Michael Küffner aus Nagel. 1952 wurde Wolfgang Sticht, Nagel Kommandant; 1958 löste ihn Ludwig Schindler aus Mühlbühl ab. In dieser Zeit waren zahlreiche Kleinbrände zu bekämpfen, sowie der Wohnhausbrand von Franz Reithmeier, Mühlbühl; 1954 der Grossbrand der beiden Scheunen von Sticht und Steinkohl in Nagel und 1957 der Brand des Wohnhauses von Franz Sticht in Nagel-Jägersruh. Im Jahre 1960 wurde das erste Fahrzeug für die Wehr angeschafft. Es handelte sich hierbei um einen gebrauchten LKW der Marke Dodge aus Beständen der US- Armee in Bindlach. Er diente als Mannschaftswagen und Zugfahrzeug für den 1954 angeschafften Anhänger mit einer Motorspritze “TS 6/6” der Gruppe Mühlbühl.
Im Frühjahr 1962 übernahm Ludwig Steinhäuser die Wehr als Kommandant. Unter seiner Führung wurde 1966 das erste Zentralfeuerwehrhaus in Mühlbühl gebaut. Die Häuser in Nagel und Reichenbach wurden aufgelöst, da es hier im Winter Probleme mit gefrorenen Schläuchen und defekter Ausrüstung gab.
1969 war der Dodge LKW nicht mehr einsatzfähig. Es folgte die Anschaffung des LF 8 auf Opel Blitz mit einen Ausbau der Firma Ludwig in Bayreuth. Wegen dieser Anschaffung erhöhte der Gemeinderat damals die Feuerschutzabgabe von 3,- auf 6,- DM. Seine Feuertaufe musste das neue Fahrzeug bereits vier Wochen nach seiner Indienststellung beim Scheunenbrand von Erich Schindler in Nagel bestehen.
Im Jahr 1985 begannen die Planungen für ein neues Gerätehaus, da das Alte zu klein geworden war und den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprach. Nach großen Schwierigkeiten konnte 1992 mit dem Bau begonnen werden. 1993 wurde Andreas Schmiedinger aus Mühlbühl Kommandant, weil Ludwig Steinhäuser mit 31 Dienstjahren als Kommandant mit der längsten Dienstzeit aus Altersgründen ausscheiden musste. In Schmiedingers Amtszeit konnte 1993 das neue LF 8/6 in Dienst gestellt werden. Dieses Fahrzeug war notwendig geworden, da der Blitz vermehrt Altersschwäche zeigte. Im Mai 1993 wurde unter Schmiedingers Kommando der Großbrand in Mühlbühl bekämpft. Unter dem Einsatz sämtlicher Nachbarwehren konnte ein Wohnhaus sowie eine Gaststätte gerettet werden. Eine Scheune der örtlichen Brauerei, mehrere Schuppen sowie ein Wohnhaus fielen den Flammen zum Opfer. Bereits im Herbst 93 musste Schmiedinger sein Amt aus berufliche Gründen an Willi Braun aus Reichenbach abgeben.
Im Jahr 1995 folgte das endgültige “ Aus” für das alte LF 8 durch den TÜV. Er wurde an einen Faschingsverein aus Bayreuth verkauft, wo er noch einige Zeit in umgebauter Form als Faschingsmobil im Einsatz war. Die Gemeinde beschaffte nach reiflichen Überlegungen einen Gerätewagen auf Ford Transit. Bei anderen Feuerwehren erregte dieses Fahrzeug grosse Skepsis, da dieses das erste seiner Art in der Region war. Schnell machten sich aber die Vorteile bei Brandeinsätzen als Schlauchwagen, bei Ölspuren als Streufahrzeug und ansonsten als Versorger bemerkbar. Um die Tragkraftspritze aus dem Opel Blitz transportieren zu können, wurde der alte TSA wieder einsatzklar gemacht.
Im Jahr 1999 übernahm Matthias Prechtl das Amt des Kommandanten und Markus Meyer das des Stellvertreters.
In diese Zeit fiel auch der Grossbrand des Wohnhauses der Familie Süttner in Mühlbühl.
Auch vieles andere tat sich in diesem Zeitraum. So zum Beispiel die Anschaffung neuer Schutzanzüge für die gesamte Mannschaft, die Beschaffung eines Hochleistungslüfters und vieler kleiner Sachen die hier nicht alle erwähnt werden können.
Im Jahr 2002 wurde der alte TSA zusehends unbrauchbarer, da ständig Risse am Rahmen und starker Rost auftraten. Hier konnte nach längerer Verhandlung mit der Gemeinde als Ersatz das langersehnte Unimog Tanklöschfahrzeug angeschafft werden. Dies war nur mit einem kräftigen Zuschuss aus der Vereinskasse möglich.
Der Feuerwehr Nagel stehen nun seit dem Jahr 2004 drei sehr moderne und funktionelle Fahrzeuge, modernste Schutzausrüstung sowie Einzelgeräte jeder Art zur Verfügung um allen Anforderungen innerhalb unserer Gemeinde gerecht zu werden. Stolz sind wir auch auf unser schönes und modernes Feuerwehrhaus, welches von uns und der Gemeinde liebevoll gepflegt wird.
Im Jahre 2005 wurde Markus Meyer zum 1. Kommandanten der FF Nagel und Willi Braun zu dessen Stellvertreter gewählt.
In den nächsten Jahren wurden größere Ausrüstungsgegenstände beschafft, beispielsweise seien eine Schmutzwasserpumpe, Rettungsplattform, weitere Atemschutzgeräte oder ein neuer Rettungssatz genannt.
Mehrere große Einsätze mussten bewältigt werden, unter anderem der Großbrand einer Pension in Lochbühl, bei der insgesamt ca. 300 Einsatzkräfte koordiniert werden mussten.
Die Alarmierungen bei Unwettereinsätzen stiegen sprunghaft an und mehrere schwere Verkehrsunfälle galt es zu meistern.
Auch die Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle Hochfranken fiel in die Amtszeit von Meyer und Braun.
Diese erhebliche Neuerung bewirkte eine weitere Steigerung der Einsatzzahlen. Musste die FF Nagel Anfang der 90er Jahre zu ca. 5 Einsätzen im Jahr ausrücken, sind es 20 Jahre später 10mal so viele.
Im Jahre 2010 übernahm Hans Ritter das Amt des Jugendwartes der FF Nagel. Sofort bildete sich eine ansehnliche und motivierte Jugendgruppe.
Im Jahre 2011 wurde Markus Meyer erneut zum 1. Kommandanten der FF Nagel gewählt, Willi Braun trat aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl an, als Nachfolger und stellvertretenden Kommandanten der FF Nagel wurde Tobias Wolf gewählt.
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